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Praxisfall · International

Lieferanten-Qualifizierung und FAT in Indien für einen österreichischen Anlagenbauer

AnlagenbauWerkzeug-Beschaffung IndienISO 19011 Audit + FAT3 Reisen
01Ausgangslage

Ein österreichischer Anlagenbauer plante den Einkauf von zwei komplexen Werkzeugsystemen bei indischen Spezial-Fertigern im Großraum Delhi. Erste Erfahrungen mit anderen asiatischen Lieferanten hatten Qualitätsdefizite und Termin-Slippage gezeigt. Vor der Auftragsvergabe sollten die beiden indischen Werke deshalb systematisch geprüft und die spätere Werks-Abnahme professionell begleitet werden.

02Mandat

Zweistufiges Mandat: Erstauditierung beider Lieferanten nach ISO-19011-Methodik vor der Auftragsvergabe, anschließend Begleitung der Factory Acceptance Tests (FAT) bei beiden Werken vor der Versendung der Werkzeuge nach Österreich. Insgesamt drei Reisen vor Ort.

03Maßnahmen

Bei der Erstauditierung wurden Maschinenfähigkeit, Werkstoff-Eingangskontrolle, Qualifikation der Werker, Prüfmittel-Landschaft und das gelebte QM-System direkt an der Linie überprüft — kein bloßer Zertifikats-Abgleich.

Auf Basis der Audit-Berichte ging der Auftrag an beide Werke mit klar definierten Stage-Gates. Bei den FAT wurden die Werkzeuge gegen die vertraglichen Toleranzen verprobt, mit standardisierten Testprotokollen dokumentiert und etwaige Abweichungen vor Ort gemeinsam mit den indischen Werkleitungen behoben.

Ergebnis

Beide Werkzeuge wurden im ersten FAT-Durchlauf abgenommen, ohne Nacharbeit oder Verzögerung. Der Anlagenbauer konnte die anschließende Inbetriebnahme in Österreich planmäßig durchführen. Beide Lieferanten wurden in den qualifizierten Pool aufgenommen und sind seither in der Stamm-Beschaffung etabliert.

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Johann Spies